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Fast Fashion - eine Definition

Fast Fashion - eine Definition

Fast Fashion "ertränkt" die Welt. Wir brauchen eine Fashion Revolution!

"Nichts zum Anziehen?" Nun, hier ist etwas zum Nachdenken: Jedes Kleidungsstück, das wir kaufen, hat Auswirkungen auf unseren Planeten gehabt, bevor (!) wir es überhaupt nach Hause gebracht haben.

Alles geschieht, bevor du aus der Tür trittst, die Straße hinuntergehst und das schöne Kleidungsstück siehst, das im Schaufenster hängt. Fast Fashion zielt darauf ab Modetrends schnell und kostengünstig für den Konsumenten verfügbar zu machen und verfolgt diesen Ansatz beim Design, der Kreation und dem Marketing von Bekleidungsmode. 

Fast Fashion und die Schattenseiten

Erstens, der Wasserverbrauch. 2 Milliarden Paar Jeans werden jedes Jahr produziert, und ein (!) typisches Paar benötigt 7.000 Liter Wasser. Für ein T-Shirt braucht man 2.700 Liter Wasser - das ist die Wassermenge, die ein durchschnittlicher Mensch in 900 Tagen trinkt!

Zweitens, das Färbeverfahren, bei dem 1,7 Millionen Tonnen verschiedener Chemikalien verwendet werden, ganz zu schweigen von den gefährlichen Chemikalien wie PFC, die eine dauerhafte Auswirkung auf unsere Umwelt haben.

Jeans und andere Kleidungsstücke verbrauchen unmengen an Wasser und zahlreiche giftige Chemikalien zur Herstellung

Überproduktion in der Fashion Branche

Und was ist mit der Kleidung, die es nicht auf den Markt schafft? Jährlich werden schätzungsweise 400 Milliarden Quadratmeter Textilien produziert, von denen 60 Milliarden Quadratmeter auf dem Boden der Schneiderei bleiben - The URA Collective nutzt diese Reste, um den Textilien doch noch zu einem "Leben" zu verhelfen. Jedes Jahr werden weltweit über 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert, und nach kurzer Lebensdauer werden drei von vier Kleidungsstücken auf Deponien landen oder verbrannt. Nur ein Viertel wird recycelt.

Getragen ist uninteressant

Einem Bericht der britischen NGO WRAP zufolge verringern niedrige Preise und eine geringe Nachfrage den Anreiz, gebrauchte Textilien zu sammeln, was zu mehr Deponien führen könnte. Und wie der jüngste Goldman-Umweltpreisträger Zuzana Čaputová gezeigt hat, will niemand mehr Deponien in seiner Stadt.

Also, wie sind wir so geworden? Seit wann sind wir so besessen von Kleidung?

Ein offensichtlicher Grund ist die schnelle Mode (Fast Fashion). In einer Zeit der Modeblogger und Insta-Fame-Kids reicht es, im gleichen Outfit erneut gesehen zu werden, um die Modepolizei hellhörig werden zu lassen. In den letzten fünf Jahren wuchsen die Top-Fashion-Einzelhändler um 9,7 Prozent pro Jahr und übertrafen damit die 6,8 Prozent des Wachstums der traditionellen Bekleidungsunternehmen.

Aber die Modewelt war nicht immer so. Laut Plenitude: The New Economics of True Wealth von Juliet B. Schor, verbrauchen zum Beispiel Amerikaner dreimal so viel wie ihre Vorfahren vor fünfzig Jahren, und sie kaufen doppelt so viele Kleidungsstücke wie vor zwanzig Jahren. Im Jahr 1991 kaufte der durchschnittliche Amerikaner 34 Kleidungsstücke pro Jahr. Bis 2007 kauften sie jedes Jahr 67 Artikel. Das ist ein neues Teil, alle vier bis fünf Tage! Und 2018 sieht es nicht besser aus...

Fasion Stores in einer Fußgängerzone

Wie können wir also schnelle Modeprobleme beheben?

Erstens, es beginnt mit DIR, dem Verbraucher und dem Verzicht auf Impulskäufe bei Fast Fashion Modehändlern. Aber es geht nicht nur darum, Cents zu sparen - im Vorfeld ist es genauso wichtig, darüber nachzudenken, wer deine Kleidung hergestellt hat und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt hat. Slow Fashion ist also die Antwort!

Und wenn du denkst, dass das Abladen eines Beutels Kleidung an deinem lokalen Altkleiderkontainer hilft, alle diese unerwünschte Kleidung loszuwerden, funktioniert das nicht wirklich. Während das Spenden großartig ist, um deinen alten Teilen ein zweites Leben zu verschaffen, können nicht alle recycelt werden. Die jüngste World Recycling Week von H&M, bei der 1.000 Tonnen Altkleider gesammelt und recycelt werden sollen, ist eine "Illusion" dessen, was wahre Nachhaltigkeit ist. Denn nur ein Prozent der gesammelten Kleidung kann als Recyclingfaser verwendet werden.

Und die Moral von der Geschicht

Stattdessen schaltest du dein Hirn ein und nimmst eine Nadel! 95% der ausrangierten Kleidung kann upcycelt oder recycelt werden. Und Modetrends kommen in Wellen, also behalte dein 10 Jahre alte T-Shirt. Du könntest es in 20 Jahren wieder tragen!

Aber dennoch darfst du nicht alle aufstrebenden Künstler und unabhängigen Designer ignorieren und aus der Arbeit zu drängen. Sie geben sich Mühe nachhaltig und Slow Fashion gerecht zu produzieren und verdienen daher eine faire Chance. Wie die legendäre Modedesignerin Vivienne Westwood sagt: "Buy less, choose well, make it last."

Also, hast du immer noch nichts anzuziehen?

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